[Rezension] Aura – Die Gabe

Romantasy über die Macht, die Realität zu verändern – für Mädchen ab 13 Jahren.
Einen Jungen aus der Ferne anschmachten, das steht für Hannah nicht zur Debatte – bis sie Jan trifft. Noch während Hannah sich darüber ärgert, dass sie sich immer wieder wie eine Idiotin aufführt, signalisiert Jan Interesse. Mit jedem Treffen wachsen Hannahs Gefühle aber auch ihre Unsicherheit. Jan verhält sich widersprüchlich, ist mal liebevoll und zärtlich, dann wieder aggressiv und distanziert. Diese Unbeständigkeit macht Hannah Angst, denn sie hat sich Jan offenbart. Sie hat ihm von ihrer besonderen Gabe erzählt, einer Gabe, die auch eine dunkle Seite hat … Hat sie dem Falschen vertraut?

Titel: Aura – Die Gabe
Autor: Clara Benedict
Erschienen: März 2018
Verlag: Thienemann-Esslinger
Ausgabe: Gebundene Ausgabe
Preis: 18,00 €

Clara Benedict, Jahrgang 1981, ist Deutsch- und Musiklehrerin und Sängerin in einer Rockband. Sie lebt mit einem Mann, zwei Katern, drei Kindern und zwölf Musikinstrumenten an der Weinstraße und hat ständig zu viele Pläne und zu wenig Zeit. Wenn sie nicht als Revuegirl oder Nashorn auf der Bühne steht oder sich für irgendein anderes verrücktes Projekt ködern lässt, spielt sie Videogames, geht geocachen und gibt unfassbare Summen für Bücher und Chucks aus.

Bei diesem Buch haben mich der Klappentext und das Covor sofort angesprungen und ich hatte hohe Erwartungen an diese Geschichte.
Der Einstieg fiel relativ leicht. Man lernt Hannah kennen und erfährt ein bisschen was über ihr Leben und ihre Freunde. Es gab ein paar Längen in denen man ein paar Hintergrundinfos erfahren konnte, welche mich persönlich nicht besonders interessiert haben, der ganzen Geschichte aber mehr Tiefe gaben.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht, locker und humorvoll. Vor dem inneren Auge läuft immer ein Film mit, da die Erzählungen auch sehr Detailreich sind, so dass man immer das Gefühl hat, selbst mit dabei zu sein. Allerdings ist diese Detailierte Erzählweise nicht immer von Vorteil, manchmal verliert die Autorin sich in den Details, was dann ein paar Längen entstehen lässt.
Die Charaktere waren gut beschrieben. Anfangs war die Hauptprotagonistin Hannah mir wirklich sympathisch. Sie ist tollpatschig, trägt das Herz auf der Zunge und dennoch manchmal etwas unsicher. Das macht sie menschlich und verleiht ihr Tiefe. Doch je mehr die Gabe bei ihr hervortrat, desto unsympathischer wurde sie mir. Sie setzt diese zum Leid anderer ein, obwohl sie weiß, dass es ein Fehler ist und lässt sich viel zu sehr beenflussen. Zum Ende hin hoffte ich nur noch, dass sie endlich mal ihre Fehler einsieht.
Jan war am Anfang geheimnisvoll und ich konnte mir nicht wirklich eine Meinung über ihn bilden. Doch nach einigen Begegnungen mit Hannah und nachdem die beiden mehr mit einander zu tun hatten, war er mir doch ein bisschen sympathisch, was sich aber schnell wieder änderte. Warum das so war lest ihr lieber selbst.
Auch bin ich der Meinung, dass manche Situationen im Buch, für 13 Jährige falsch rüber kommen könnten. Zum Beispiel sugeriert eine Szene, dass es okay ist bei Klausuren zu schummeln, eine andere, dass es okay ist Gewalt anzuwenden, wenn man etwas unbedingt will, man kann sich ja hinter her entschuldigen und alles ist gut. Das ist schon etwas bedenklich. Für mich hat Hannah da an manchen Stellen zu schnell nachgegeben und war teilweise zu vertrauensseelig.
Das Ende hat mich überrascht und auch ein bisschen schockiert. Dafür, dass dieses Buch ab 13 Jahren sein soll, war das Ende doch etwas heftig, aber auch darüber solltet ihr euch lieber eine eigene Meinung bilden.

Ich bin ein bisschen Zwiegespalten. Alles in allem ist es eine tolle Geschichte, mit einer guten Grundidee die auch Solide umgesetzt wurde. Jedoch weiß ich nicht ob es in der Form wirklich für Jugendliche ab 13 Jahren geeignet ist. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, musste mir aber einige Tage Zeit lassen um alles sacken zu lassen. Trotz allem muss ich unbedingt den zweiten Teil lesen.

Ich war ziemlich hin und hergesrissen. Trotz meiner Kritik, bekommt das Buch noch gerade so 4 von 5 Rosen. Am Besten ist es, ihr macht euch selbst ein Bild davon.

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