[Rezension] Just One Breath

Zwanzig Sekunden Mut, ein Atemzug Leben!

Eliott ist müde. Denn die Gedanken in seinem Kopf stehen nicht still. Seine Vergangenheit lässt ihn nicht los. Doch er weiß, sein Leben liegt mit 20 Jahren noch vor ihm, er muss es sich zurückholen. Und er weiß, er hat Freunde, die ihn stützen. Und trotzdem kann er nicht loslassen. Aber vom einen auf den anderen Moment ist alles anders. Denn als Casper vor ihm steht, bekommt das Leben ein neues Gesicht. Eines, in das er am liebsten jeden Tag blicken möchte. Casper zeigt ihm, dass man manchmal nur zwanzig Sekunden Mut braucht, einen einzigen tiefen Atemzug, um sein Leben zu ändern. Und dass nur dein Herz entscheidet, wen du liebst.

Titel: Just one breath
Autor: Claudia Balzer
Verlag: Forever by Ullistein
Erschienen: September 2020
Ausgabe: eBook
Preis: 3,99 €

****ACHTUNG: Diese Rezension kann Spoiler enthalten ***


Ich bin durch das Cover auf dieses Buch bei Netgalley aufmerksam geworden. Da es zur Zeit genau in mein Beuteschema fällt musste ich es natürlich lesen.
Selbst die Triggerwarnung konnte mich nicht vom lesen abhalten, auch wenn ich dadurch vorsichtiger an die Geschichte heran ging.
Im Buch dreht es sich um Elliot und Casper, wobei Elliot hierbei die Hauptrolle spielt und es doch vorrangig um sein Leben geht. Elliot ist zurückgezogen und in sich gekehrt bis er zufällig auf Casper trifft, den Elliots blaue Augen einfach nicht wieder los lassen. Die beiden treffen sich immer wieder und mit jedem Mal scheint Elliot etwas mehr aus seinen dunklen Gedanken aufzutauchen. Man merkt einfach das Casper ihm wirklich gut tut. Bis Casper für zwei Wochen verreist und ein unvorhersehbares Ereignis Elliot in ein dunkles Loch zieht und das tiefer als jemals zuvor.
Da ich selbst an Depressionen erkrankt bin, kann ich Elliot verdammt gut verstehen. Ich weiß wie schwer es ist aus seinen eigenen, düsteren Gedanken auszubrechen, selbst wenn mal laut „Stop“ schreit. Die Autorin schafft es, diese Gefühle so zu transportieren, dass sie beim Leser ankommen. Auch die Machtlosigkeit von Freunden, die nur helfen wollen, kommt in der Geschichte sehr gut rüber. Was man als Erkrankter leider gar nicht so mitbekommt.
Das Buch wird im letzten Drittel auch sehr emotional und manchmal wollte ich mich einfach nur mit Elliot zusammen verkriechen, ihm zeigen, dass er nicht allein mit seiner Krankheit ist. Es gibt so viele, die in so ein tiefes Loch fallen und im Alltag fallen sie gar nicht auf.
Das Buch macht auf so viele Dinge aufmerksam. Auch Elliots Vergangenheit ist einfach nur schrecklich und traurig. Die Autorin hat das Ganze in eine wunderschöne, herzerwärmende Liebesgeschichte verpackt und zeigt, dass einem manchmal wirklich nur 20 Sekunden reichen um sich für das Leben zu entscheiden. 20 Sekunden Mut. Das ist ein Satz, der mich noch für eine ganze Weile begleiten wird, denn Elliots Geschichte hat gezeigt, wie wahr er ist und wie sich ein ganzes Leben in eine andere Richtung bewegen kann, wenn man diese 20 Sekunden Mut aufbringt.
Der Schreibstil der Autorin ist bildlich und unterhaltsam. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und wirken menschlich. Aber nicht nur die Hauptprotagonisten machen das Buch zu dem was es ist, auch die Nebencharaktere tragen ihren Teil dazu bei. Sie runden das Ganze ab und zeigen, dass es wichtig ist Menschen im Leben zu haben, die dich so akzeptieren wie du bist.

»Just one breath« ist ein herzerwärmendes, emotionales und unterhaltsames Buch. Die Geschichte zeigt, dass man manchmal einfach nur 20 Sekunden Mut aufbringen muss, damit man glücklich werden kann. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, auch wenn es manchmal schon heftig zu lesen war, vor allem wenn man selbst Depressionen hatte oder hat.

Von mir gibt es für diese wundervolle, emotionale Geschichte 5 von 5 Rosen.

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